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Leseprobe CONNEXI 2020-05 SCHMERZ Palliativmedizin

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VIRTUELL ERFOLGREICH

VIRTUELL ERFOLGREICH Deutscher Schmerz- und Palliativtag erstmals als Online-Kongress Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag fand vom 21.–25.07.2020 mit knapp 2.700 Teilnehmern (und mit bis zu 639 Besuchern in einer Sitzung) erstmals online statt. Viele haben zum Erfolg der virtuellen Tagung beigetragen, darunter die Deutsche Schmerzliga als Mitgestalterin des Kongresses und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Kooperationspartnerin beim Schwerpunktthema des Online-Kongresses – die schmerzmedizinische Versorgung älterer Menschen. CONFERENCES Die Qualität der Vorträge war hervorragend, der Zuspruch und die Unterstützung vieler, aus Partnergesellschaften, von Mitgliedern und Nichtmitgliedern der DGS, auch der Industrie, war beeindruckend, freut sich Dr. Johannes Horlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.: „Die Schmerzmediziner in Deutschland haben mit ihrer Teilnahme am virtuellen Deutschen Schmerz- und Palliativtag bewiesen, dass sie aufgrund der COVID-19-Pandemie in großer Zahl neuen Kongressformaten gegenüber sehr aufgeschlossen sind.“ Schmerzmedizinische Versorgung älterer Menschen Ältere Menschen leiden häufig unter zahlreichen chronischen Erkrankungen und nehmen deshalb verschiedene Medikamente ein. Um das Interaktionspotenzial gering zu halten, empfiehlt Horlemann daher, „Medikamente durch nichtmedikamentöse Verfahren wie Physiotherapie, verschiedene Gruppenangebote des körperlichen oder mentalen Trainings, physikalische Maßnahmen oder nebenwirkungsarme und organschonende Medikamente zu ersetzen.“ Da viele Behandlungssituationen im Alter als palliativ zu bezeichnen seien, müsse die Leidenslinderung im Vordergrund stehen. Dabei gehe es nicht allein um die Schmerzreduktion, sondern die Verwirklichung einer selbstbestimmten Lebensqualität. Ein häufig vernachlässigter Aspekt, so Horlemann, sei in diesem Zusammenhang die Schlafqualität älterer Patienten. „Wir können von einem alten Menschen nicht erwarten, dass er ausreichend trainiert oder kommuniziert, wenn er nicht erholsam schläft. Mehr als die Hälfte der älteren Patienten mit Schmerzen leiden unter einer stark gestörten Schlafarchitektur. Der Erhalt bzw. die Wiederherstellung des gesunden Schlafes ist daher ebenso wichtig wie die Sicherung der Mobilität, der Stimmungsstabilität und der Schmerzfreiheit.“ Interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt Beide Fachgesellschaften betonen, dass eine interdisziplinäre Zusammenarbeit die Basis ist, um den Herausforderungen in der Schmerztherapie älterer Menschen zu begegnen. Das betreffe einerseits die Zusammenarbeit von Fachärzten, Physiotherapeuten, Apothekern etc. bei der Behandlung einzelner Patienten. Andererseits sei auch die bundesweite Kooperation von Fachgesellschaften wichtig, um die Qualität der Therapie voranzubringen. „Wir ‚Fachleute‘ aus verschiedenen Fachrichtungen sind die, die eng zusammenarbeiten müssen um die Therapien für die geriatrischen Patienten mit chronischen Schmerzen nachhaltig zu verbessern“, so Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner, Präsident der DGG. Die DGS will auch in Zukunft mit Veranstaltungen jenseits des Jahreskongresses online präsent sein. Mehr als 80 Vorträge der Tagung stehen bis zum 05.11.2020 für registrierte Teilnehmer über die virtuelle Plattform zur Verfügung. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. 6

PALLIATIVVERSORGUNG Palliation in der Geriatrie Barbara Schubert, Dresden © vengorosa/photo case.de Nachdem lange Zeit vor allem die onkologischen Palliativpatienten im Mittelpunkt der hospizlichen und palliativen Fürsorge standen, gelangt mehr und mehr die Gruppe der geriatrischen Patienten mit komplexen Beschwerden und Belastungen durch eine sich verschlechternde medizinische Situation, die meist von Multimorbidität gekennzeichnet ist, ins Blickfeld der Palliativmedizin. Nicht alle Erfahrungen aus der Symptomkontrolle bei onkologischen Patienten sind eins zu eins übertragbar. So will dieser Beitrag für die besonderen Aspekte der Palliativversorgung geriatrischer Patienten sensibilisieren. Wir verstehen unter Palliativversorgung die aktive und umfassende Versorgung von Menschen jeden Alters mit schwerem, gesundheitsbezogenem Leiden infolge schwerer Erkrankung und insbesondere von Menschen nahe am Lebensende. Sie zielt auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Patienten, deren Familien und pflegenden Zugehörigen [1]. In diesem Jahr hat die Internationale Vereinigung für Hospiz- und Palliativmedizin (IAHPC) diese Definition um wesentliche charakterisierende Aspekte erweitert. Sie stellt heraus, dass palliative care CONFERENCES 7

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