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Leseprobe CONNEXI-2021-02 AIDS COVID-19 Infektiologie

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Magazin über Gesundheit, Medizin, Therapien

ART-NEBENWIRKUNGS-MANAGEMENT Delstrigo® zeigte in der DRIVE-AHEAD-Studie vorteilhaftes ZNS-Nebenwirkungsprofil INDUSTRY Psychische Erkrankungen treten bei HIV-infizierten Personen wesentlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung, was auch auf bestimmte antiretrovirale Medikamente zurückzuführen sein könnte [1]. Umso wichtiger ist eine HIV- Therapie, die möglichst wenig ZNS-Nebenwirkungen verursacht. Saisonal bedingtes Stimmungsverhalten [2], aber auch Schlafstörungen und psy chische Erkrankungen, wie etwa Depressionen und Angstzu stände, sind in der Allgemeinbevölkerung nicht selten [1, 3] – HIV-infizierte Personen leiden noch häufiger unter psychischen Erkrankungen [1]. Stimmungstief und Schlafstörungen in der Allgemeinbevölkerung Knapp ein Viertel der Männer und gut ein Drittel der Frauen fallen im Winter in ein Stimmungstief – das ergab eine Umfrage bei 1.026 Personen zum saisonal bedingten Stimmungsverhalten in der deutschen Erwachsenenbevölkerung [2]. Eine weitere Umfrage im Rahmen der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) zeigte, dass ein Drittel der Befragten in den letzten vier Wochen potenziell klinisch relevante Ein- und Durchschlafstörungen hatte und etwa ein Fünftel zusätzlich unter einer schlechten Schlafqualität litt [3]. Unter zusätzlicher Berücksichtigung von Tagesbeeinträchtigungen wie Müdigkeit und/oder Erschöpfung betrug die Prävalenz für ein Insomniesyndrom 5,7 %. Frauen waren von einer Insomnie doppelt so häufig betroffen wie Männer und insbesondere Frauen mit einem niedrigen Sozialstatus und westdeutsche Männer hatten ein erhöhtes Risiko für Insomnie. Schlafstörungen und psychische Erkrankungen bei HIV-Patienten Schlafstörungen sind bei HIV-infizierten Personen mit 29−73 % sehr viel häufiger als in der Allgemeinbevölkerung mit 3,6−18 % [1]. Das trifft auch auf Depression (bis zu 48 % vs. 5−10 %) und Angstzustände (28 % vs. 7,3 %) zu. Die Gründe für die höhere Prävalenz von psychischen Erkrankungen bei HIV-infizierten Personen sind nicht geklärt – die Ursache ist multifaktoriell und Faktoren wie Immunaktivierung durch die HIV-Infektion, antiretrovirale Toxizitäten, Stigmatisierung, Drogen- und Alkoholkonsum können zur höheren Prävalenz beitragen [1]. Auch wenn die antiretrovirale Behandlung die Mortalität und Morbidität der HIV-Patienten drastisch reduziert hat, könnte diese Therapie bei HIV-Patienten mit psychischen Symptomen assoziiert sein. DRIVE-AHEAD-Studie: Delstrigo® zeigte vorteilhaftes ZNS- Nebenwirkungsprofil Die Fixkombination Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxilfumarat (DOR/3TC/TDF; Delstrigo®) zeigte im Vergleich zur Fixkombination Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat (EFV/FTC/ TDF) ein vorteilhaftes ZNS-Nebenwirkungsprofil in der Zulassungsstudie DRIVE-AHEAD [4]. In dieser Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Fixkombination DOR/3TC/TDF mit der Fixkombination EFV/FTC/TDF bei 728 HIV-Patienten (pro Gruppe n=364) verglichen. Der primäre Endpunkt – HIV-Viruslast unter der Nachweisgrenze von

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