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Leseprobe CONNEXI Diabetes Adipositas Ausgabe 9-2019

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Ergebnisse der

Ergebnisse der DAPA-HF-Studie Ein Anti diabetikum gegen Herz insuffizienz? Das orale Antidiabetikum Dapagliflozin kann Typ-2-Patienten auch in kardiovaskulärer Hinsicht helfen. Das ist bekannt. Aber auch Nichtdiabetiker können davon offenbar profitieren. Dafür sprechen die Ergebnisse der DAPA-HF- Studie, die auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Barcelona vorgestellt wurden. CONFERENCES News Zur jährlichen Tagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) trafen sich Europas Diabetologen in diesem Jahr in Barcelona. Aus der Vielzahl interessanter Themen haben wir für Sie acht Studien ausgewählt und zusammengefasst, darunter drei große Arzneimittelstudien: VERIFY, CAROLINA und DAPA-HF. Die DAPA-HF-Studie greift einen Trend der letzten Jahre auf: Den Einsatz der SGLT2-Hemmer außerhalb der reinen Diabetestherapie. Untersucht wurde der Einsatz von Dapagliflozin zur Behandlung der Herzinsuffizienz bei Patienten mit und ohne Diabetes. CAROLINA verglich die Behandlung mit Linagliptin und Glimepirid bei Typ-2-Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko. In der VERIFY-Studie wurde das Standard-Therapeutikum Metformin entweder mit Vildagliptin oder mit Placebo kombiniert, und zwar von Beginn der Therapie an. In weiteren fünf Beiträgen berichten wir über Untersuchungen und Studien, die auf dem EASD vorgestellt wurden, in denen zum Beispiel Zusammenhänge zwischen der Berufsgruppenzugehörigkeit und dem Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken aufgezeigt wurden, und auch eine nicht-invasive Untersuchung vorgestellt wurde, mit der Prädiabetes und Diabetes Typ 2 vorhergesagt werden können. Die placebokontrollierte, randomisierte, internationale Studie umfasst 4.744 Patienten, die unter einer Herzinsuffizienz (NYHA-Stadien II–IV) litten. Ihre Ejektionsfrequenz betrug maximal 40 %. Geprüft wurden Wirksamkeit und Sicherheit der Einnahme von einmal täglich 10 mg des SGLT2- Hemmers Dapagliflozin im Vergleich zum Placebo. Die Gabe erfolgte als Add-on zur Standardtherapie gegen Herzinsuffizienz. Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes (in jedem Studienarm 41,8 %) setzten außerdem ihre antidiabetische Therapie fort. Primärer Endpunkt war eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz (die z. B. zur Hospitalisierung führte) oder kardiovaskulärer Tod. Das Ergebnis: Innerhalb einer medianen Dauer von 18,2 Monaten erreichten 21,2 % der Placebo- Teilnehmer diesen kombinierten Endpunkt. Mit Dapagliflozin dagegen fiel das Risiko mit 16,3 % erheblich niedriger aus – ein signifikanter Vorteil (p

EASD 2019 Die VERIFY-Studie Von Anfang an kombinieren bringt mehr Als initiale medikamentöse Behandlung erhalten Patienten mit frühem Typ-2-Diabetes meist eine Monotherapie mit Metformin. Jetzt ergab der Vergleich mit einer Kombination aus Vildagliptin plus Metformin: Der Start mit der Kombinationstherapie brachte vielen Patienten bessere Ergebnisse. In der Studie VERIFY wurden 2001 Patienten mit frühem Typ-2-Diabetes mit Metformin behandelt (zweimal täglich bis zu 1.000 mg), entweder kombiniert mit dem DPP-4-Hemmer Vildagliptin (zweimal täglich 50 mg) oder mit einem Placebo. Die Diagnose der Teilnehmer war höchstens zwei Jahre her und ihre HbA1c-Werte lagen zwischen 6,5 % und 7,5 %. Die Behandlungsphase erstreckte sich über fünf Jahre. VERIFY liefert also Langzeitdaten. Als primärer Wirksamkeitsendpunkt wurde die Zeit bis zum ersten Therapieversagen ermittelt. Ein solches Versagen lag vor, wenn ein Patient zweimal im Abstand von 13 Wochen einen HbA1c-Wert von 7 % oder höher aufwies. In der Studie geschah dies in der kombiniert behandelten Teilnehmergruppe mit einer Rate von 43,6 % erheblich seltener als im Metformin-Monotherapie-Arm (62,1 %). So betrug die mediane Dauer bis zum Therapieversagen unter Monotherapie nur 36,1 Monate. Für den Kombinationstherapie-Arm dagegen konnte der Wert nur als außerhalb der Studiendauer liegend geschätzt werden – auf 61,9 Monate. Und: Für Patienten mit früher Kombitherapie blieb das Risiko für zu hohe HbA1c-Werte auch im Vergleich zu den Patienten geringer, die von der Mono- zur Kombinationstherapie wechselten. Quellen: 1. Pressekonferenz der EASD am 18.09.2019 im Rahmen der Jahrestagung der EASD in Barcelona 2. Matthews DR, Paldánius PM, Proot P et al. Glycaemic durability of an early combination therapy with vildagliptin and metformin versus sequential metformin monotherapy in newly diagnosed type 2 diabetes (VERIFY): a 5-year, multicentre, randomised, double-blind trial. Lancet 2019, September 18, doi.org/10.1016/S0140-6736(19)32131-2 © Shutterstock/Chantal de Bruijne CONFERENCES News 47

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