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Leseprobe CONNEXI Diabetes Adipositas Ausgabe 9-2019

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EASD 2019 CONFERENCES News Kardiovaskuläre Sicherheitsstudie CAROLINA: Linagliptin gegen Glimepirid Beim Europäischen Diabeteskongress in Barcelona wurden Ergebnisse der CAROLINA-Studie bekanntgegeben. Sie erfasste bei Typ-2-Diabetikern mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko die Wirkung von Linagliptin auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität im Vergleich zu der des Sulfonylharnstoffs Glimepirid. Die kardiovaskuläre Sicherheit von Linagliptin war in der Studie CARMELINA bereits versus Placebo gezeigt worden. CAROLINA liefert jetzt mit der Gegenüberstellung von Linagliptin und Glimepirid den direkten Vergleich mit einem Konkurrenzwirkstoff. Die Studie kann zudem möglicherweise etwas Licht in die Einschätzung des wiederholt diskutierten kardiovaskulären Risikos unter Sulfonylharnstoffen bringen. Dafür ergänzten in 43 Ländern 3.023 Typ-2-Patienten ihre Diabetestherapie mit dem Gliptin (täglich 5 mg) und 3.010 Probanden mit dem Sulfonylharnstoff (täglich bis zu 4 mg). Die Auswertung erfolgte nach einem medianen Follow-up von 6,3 Jahren – und ergab für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Wirkstoffen. Anders sah es für das Unterzuckerungsrisiko aus: Im Linagliptin-Arm fiel die Hypoglykämie-Inzidenz mit 10,6 % erheblich niedriger aus als unter dem Sulfonylharnstoff (37,7 %). Dieses Ergebnis wurde erreicht, obwohl der HbA1c-Wert beider Gruppen sich nicht unterschied; der Vorteil ist signifikant. Mit einer durchschnittlichen Differenz von -1,5 kg erzielte der Linagliptin-Arm darüber hinaus auch beim Gewicht signifikant bessere Ergebnisse. Quelle: Pressemitteilung der EASD vom 18.09.2019 im Rahmen der Jahrestagung der EASD in Barcelona Vitamin D Vitamin-D3-Mangel ist assoziiert mit erhöhter Mortalität Ein Mangel an Vitamin D3 (hier

EASD 2019 Risiko für Diabetes Typ 2 Bestimmte Berufsgruppen sind besonders gefährdet Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen haben Fabrikarbeiter, Berufskraftfahrer und Reinigungskräfte ein bis zu dreimal höheres Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Dies ergab eine aktuelle Studie aus Stockholm. Dr. Sofia Carlsson und Kollegen vom Karolinka- Institut in Stockholm untersuchten das Risiko für einen Diabetes Typ 2 im Zusammenhang mit 30 häufigen Berufen. Basierend auf der Gesamtheit der arbeitenden Bevölkerung in Schweden (Studienpopulation, 4.550.892 Personen) lag die Prävalenz des Diabetes Typ 2 bei 4,2% (5,2% bei Männern; 3,2% bei Frauen). Je nach Berufsgruppe fanden sich jedoch erhebliche Unterschiede: Bei den Männern waren 7,8 % der Fabrikarbeiter und 8,8 % der Berufskraftfahrer Diabetiker, jedoch nur 2,5 % der Computerfachleute. Bei den Frauen hatten Fabrikarbeiterinnen (6,4 %), Küchenhilfen (5,5 %) und Reinigungskräfte (5,1 %) ein überdurchschnittlich hohes Risiko, während spezialisierte Managerinnen mit 1,2 % ein sehr niedriges Risiko für Diabetes Typ 2 aufwiesen. Die Autoren meinen: „Die Assoziation zwischen Beruf und Diabetes Typ 2 hat mit den großen Unterschieden im Lebensstil zu tun. Personen in Berufen mit hohem Risiko sind häufiger übergewichtig, sie rauchen mehr und sind körperlich weniger fit als Menschen in Berufen mit niedrigem Risiko, und dies trägt aller Wahrscheinlichkeit nach zu der hohen Prävalenz und Inzidenz des Typ-2-Diabetes bei“. Quellen: 1. Pressemitteilung der EASD vom 18.09.2019 im Rahmen der Jahrestagung der EASD in Barcelona 2019 2. Carlsson, S., Andersson, T., Talbäck, M. et al. Diabetologia (2019). https://doi.org/10.1007/s00125-019-04997-5 Enzyme und Typ-2-Diabetes Niedrige ACE-Aktivität senkt das Risiko für Typ-2-Diabetes Die Behandlung mit ACE-Hemmern senkt nicht nur einen erhöhten Blutdruck, sie senkt auch statistisch gesehen das Risiko, an einem Diabetes Typ 2 (T2D) zu erkranken. Dies ist seit langem bekannt. Aber ist es tatsächlich das ACE selbst, das hier die entscheidende Rolle spielt? Studien aus Kanada legen dies nun nahe. Professor Marie Pigeyre und Kollegen aus Hamilton, Ontario, untersuchten zunächst die Assoziation zwischen der ACE-Serumkonzentration und dem T2D-Risiko in der ORIGIN-Studie (n=8.197). Niedrigere ACE-Konzentrationen waren mit einem erniedrigtem T2D-Risiko assoziiert (OR 0,89). In der DIAbetes Genetics Replication And Meta-analysis consortium-Studie (n=26.676 Fälle, 132.532 Kontrollen) wurde dann das T2D-Risiko bei Menschen mit einem genetisch bedingt erniedrigten Spiegel an ACE untersucht; die Ergebnisse bestätigten das verminderte Risiko. Die Meta-Analyse von sechs randomisierten, kontrollierten Studien mit ACE-Hemmern ergab sogar eine Risikoverminderung um 24 % für die Entwicklung eines T2D unter ACE-Hemmer im Vergleich zu Placebo. Die Autoren empfehlen die Einbeziehung des geschätzten Risikos für einen T2D, wenn ein Patient auf blutdrucksenkende Medikamente eingestellt werden muss. Bei erhöhtem Risiko sollte ein ACE-Hemmer erwogen werden. Quellen: 1. Pressemitteilung der EASD vom 18.09.2019 im Rahmen der Jahrestagung der EASD in Barcelona 2019 2. M. Pigeyre et al.: Angiotensin-converting enzyme and type 2 diabetes risk: a Mendelian randomisation study, Abstract 213, EASD Conference Barcelona CONFERENCES News 49

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