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Leseprobe CONNEXI AIDS Hepatitis Ausgabe 6-2019

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medizinisches Magazin über AIDS und Hepatitis für Fachärzte, Retrospektive vom Deutsch-Österreichischen AIDS Kongress DOEAK 2019 und der Münchner AIDS und Hepatitis Werkstatt 2019

POST CONFERENCE WEBINAR

POST CONFERENCE WEBINAR SEATTLE CONFERENCES tenjahren (PY) auf, bei 2–3 Tabletten pro Woche 1,59/100 PY und bei

KOMPLIKATIONEN UNTER ART Gewichtsveränderungen Georg Härter, Ulm Seit Beginn der antiretroviralen Kombinationstherapie wird das Phänomen einer Gewichtszunahme im Verlauf der Behandlung beobachtet. Es tritt nicht bei allen Patienten auf, jedoch in den letzten Jahren verstärkt unter Integrasehemmern, z. T. aber auch unter anderen antiretroviralen Substanzen. Die Pathophysiologie ist noch weitestgehend unklar. Gibt es Risikofaktoren für eine überproportionale Gewichtszunahme? Handelt es sich um eine „neue Lipodystrophie“? Die Klärung offener Fragen als Ergebnis weiterer Studien zu Gewichtsveränderungen unter Therapie wäre wünschenswert. Die antiretrovirale Therapie (ART) besteht derzeit üblicherweise noch aus drei verschiedenen Kombinationspartnern. Üblicherweise werden dabei zwei Nukleosidische-/Nukleotidische Reverse Transkriptasehemmer (NRTI) mit einem weiteren Kombinationspartner aus den Klassen der Proteasehemmer (PI) oder der Integrasehemmer (INI) oder Nicht- Nukleosidischen Reverse Transkritpasehemmer (NNRTI) kombiniert. Nach Einleitung der antiretroviralen Therapie kommt es bei einem Großteil der Patienten zu einer raschen Absenkung der HI-Virusvermehrung und damit auch zu einer rückläufigen Immunaktivierung. Häufig ist damit auch eine Gewichtszunahme verbunden, v.a. im ersten Jahr nach Beginn der ART („return to health“). Dieses Phänomen wird seit Beginn der kombinierten antiretroviralen Therapie in verschiedenen großen Kohorten beobachtet [1, 2]. Dabei nehmen v. a. Patienten erheblich an Gewicht zu, die vor Beginn der ART untergewichtig waren (BMI 18 kg/m 2 ). Zusätzlich sind bei Gewichtszunahmen auch allgemeine demografische Entwicklungen zu berücksichtigen. So ist die Prävalenz an Adipositas in Deutschland in den letzten Jahren v. a. bei jungen Erwachsenen angestiegen [3]. CONFERENCES 17

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