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Leseprobe CONNEXI AIds und Hepatitis Ausgabe 5-2018

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INTERVIEW CONFERENCES

INTERVIEW CONFERENCES sie jetzt keine Kondome mehr nutzen sollen. Bei vielen ist die PrEP ein zusätzlicher Schutz zum Kondom, mit dem sie sich dann aber wiederum auch gegen die anderen STDs schützen. Es gibt allerdings einen kleinen Teil von Menschen, die mit Kondomen nicht zurechtkommen, für diese Menschen ist die PrEP sehr wichtig. Dr. Hoffmann: Wenn STDs derzeit deutlich ansteigen, dann ist das nicht nur auf die PrEP zurückzuführen, sondern das ist auch eine Frage der Wahrnehmung von HIV. Die STDs gab es auch vorher schon, die PrEP erst seit wenigen Monaten. Die PrEP bietet eine Chance die STDs rechtzeitig zu behandeln. Wenn wir jetzt die Menschen dazu motivieren können, sich regelmäßig nicht nur auf HIV, sondern auch auf Syphilis testen zu lassen, dann können wir hoffen, dass wir zumindest die Syphilis-Zahlen, die seit 2009 tatsächlich im Ansteigen begriffen sind, irgendwann mal wieder senken können. Thema HIV-Selbsttests. Noch ist in Deutschland keiner zugelassen. Das Ministerium prüft derzeit, die Medizin-Produkte-Abgabeverordnung zu ändern. Mit welchem Ergebnis rechnen Sie? Welche Chancen und welche Risiken sehen Sie damit verbunden, wenn HIV-Tests auch an Privatpersonen abgegeben werden können? Dr. Jäger: Der Test ist zwar noch nicht zugelassen, aber es ist auch nicht illegal, ihn im Internet zu bestellen. Wir möchten natürlich gern, dass man auch hier in Apotheken oder in einen Drogerie- Markt gehen und sich da den Test besorgen kann, so wie den Schwangerschaftstest. Deutschland ist leider sehr spät dran. Holland, England und Frankreich haben längst die HIV-Heimtests eingeführt. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich unsere dafür zuständigen Gremien positiv dafür entscheiden. Dr. Hoffmann: Es gibt ja die Sorge, dass ein positiver Test ohne Betreuung und Beratung ein Problem sei. Wir werden aber nicht darum herum kommen, dass der Test in der Drogerie zu kaufen ist. Ich glaube, wir müssen da alle ein bisschen umdenken. Während früher der HIV-Test für die Patienten eine ganz andere, unmittelbar das Leben umstoßende Bedeutung hatte, hat der Betroffene heute nach dem Test (die gewünschte) Gewissheit, und dann kann er etwas tun. Dr. Jäger: Die Tatsache allein, dass man ihn in der Drogerie kaufen kann, heißt ja nicht, dass es keine Beratung gibt. Es gibt Hotlines, wo man sich melden kann. Die „Infrastruktur“ unter dem Testangebot ist die Bedingung für die Zulassung. Wie die Beratung wahrgenommen wird, hängt vom Patiententyp ab. Insgesamt können wir heute aber von deutlich mehr Eigenverantwortlichkeit der Patienten ausgehen. „Keine Heilung“ war eine der Botschaften nach der CROI 2018 im März in Boston. In welche Richtung wird derzeit international geforscht? Dr. Hoffmann: Wir sind bei dem Thema Heilung insgesamt defensiver geworden. Es gibt im Moment hinsichtlich Heilung oder Impfung keine wesentlichen Fortschritte, und ich rechne auch in den nächsten Jahren nicht damit. Aber die Therapie wird noch einfacher. Die meisten Patienten werden heute schon in Single-Tablet-Regimens behandelt, einmal pro Tag eine Tablette, das wird noch weiter gehen. Und wahrscheinlich wird bald die Zwei- oder Drei-Monats- Spritze, als erster Schritt zu Long acting-Therapien, kommen. Ich glaube, wir unterschätzen alle, wie groß der Bedarf wirklich sein wird. Viele Patienten wünschen sich sehr, frei von den Tabletten sein zu können, ohne jeden Tag an HIV erinnert zu werden. Worüber man sich außerdem Gedanken machen muss ist die Frage, was wir machen, wenn die 8

EIN GRUND MEHR • bewährte WIRKSAMKEIT • bewährte VERTRÄGLICHKEIT • jetzt EINMAL TÄGLICH a a Einmal täglich 1200 mg (2 x 600 mg) Zugelassene Indikation: HIV in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln. INFC-1250644-0003 05 / 18 ISENTRESS ® ISENTRESS ® 100 mg Kautabletten/ISENTRESS ® 25 mg Kautabletten ISENTRESS ® 400 mg Filmtabletten ISENTRESS ® 600 mg Filmtabletten ISENTRESS ® 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Wirkstoff: Raltegravir Zus.: Arzneil. wirks. Bestandt.: Jede Filmtbl. enth. 400 mg bzw. 600 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium). Jede Kautbl. enth. 100 mg bzw. 25 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium). Jeder Beutel Granulat enth. 100 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium) (nach Zubereitung 20 mg/ml Suspension). Sonst. Bestandt.: 400-mg-Filmtbl.: Tbl.- kern: mikrokrist. Cellulose, Lactose-Monohydrat, Calciumhydrogen phosphat, Hypromellose 2208, Poloxamer 407, Natriumstearylfumarat, Magnesiumstearat. Filmüberzug: Poly(vinylalkohol), Titandioxid, Macrogol 3350, Talkum, Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid. 600-mg-Filmtbl.: Tbl.-kern: Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose 2910, Magnesiumstearat, Croscarmellose-Natrium. Filmüberzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose 2910, Titandioxid, Triacetin, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172). Kann Spuren v. Carnauba-Wachs enth. Kautbl.: Hyprolose, Sucralose, Saccharin-Natrium, Natriumcitrat (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), Ammoniumglycyrrhizat (Ph.Eur.), Sorbitol (Ph.Eur.) (E 420), Fructose (Ph.Eur.), Bananen-/Orangenaroma, Aroma zur Maskierung, Aspartam (E 951), Crospovidon Typ A, Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), Mg-stearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] (E 470b), Hypromellose 2910/6cP, Macro gol/PEG 400, Ethylcellulose 20 cP, Ammoniumhydroxid, mittelkettige Triglyceride, Ölsäure, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172). 100-mg-Kautbl. zusätzl.: Eisen(III)-oxid (E 172). Granulat: Hyprolose, Sucralose, Mannitol, Ammonium glycyrrhizat, Sorbitol (Ph.Eur.) (E 420), Fructose (Ph.Eur.), Bananen-Aroma, Sucrose, Crospovidon Typ A, Magnesiumstearat, Hypromellose 2910/6cP, Macrogol/PEG 400, Ethylcellulose 20 cP, Ammonium hydroxid, mittelkettige Triglyzeride, Ölsäure, mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium (Ph.Eur.). Anw.: In Komb. mit and. antiretroviralen AM zur Behandl. einer Infekt. mit dem Humanen Immundefizienz virus (HIV-1) bei Erw., Jugendl., Kdrn., Kleinkdrn. u. Säugl. ab 4 Wo. u. einem KG ≥ 3 kg. (600-mg-Filmtbl.: Erw. u. Kdr./Jugendl. ≥ 40 kg KG; 400-mg-Filmtbl.: Erw. u. Kdr./Jugendl. ≥ 25 kg KG; Kautbl.: Kdr. ≥ 11 kg KG; Granulat: Säugl. (ab 4 Wochen)/Kleinkdr. ≥ 3 kg bis < 20 kg KG). Gegenanz.: Überempf.-keit gg. d. Wirkstoff od. e. d. sonst. Bestandt. Vorsicht bei: Älteren Pat. Schw. Leberfunkt.-stör. u. vorbesteh. Leberfunkt.-stör. einschl. chron. Hepatitis, Pat. mit chron. Hepatitis B od. C. Schw. Immundefekt. Komb. mit starken UGT1A1-Induktoren (z. B. Rifampicin). Anamn. bek. Myopathie/Rhabdomyolyse bzw. prädisp. Faktoren einschl. AM, d. derartige Erkrank. hervorrufen. Anamn. bek. Depression od. psychiatr. Erkrank. Pat. mit Risikofakt. f. Osteonekrose, fortgeschr. HIV-Erkrank. u./od. ART-Langzeitbehandl. Nicht empf.: Komb. mit aluminium- u. magnesiumhaltigen Antazida; Stillzeit; Schwangerschaft. Pat. mit selt. hereditärer Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel od. Glucose-Galactose-Malabsorption (Filmtbl.). Pat. mit selt. hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption od. Saccharase-Isomaltase-Mangel (Granulat). Pat. mit selt. hereditärer Fructose-Intoleranz od. Phenylketonurie (Kautbl.). 600-mg-Filmtbl. zusätzl.: Komb. m. Atazanavir, Komb. m. Tipranavir/Ritonavir, Komb. m. calciumcarbonathaltig. Antazida, Komb. m. starken Induktoren Arzneim.-metabol. Enzyme (z. B. Rifampicin). Nebenw.: Häufig: Appetitmind. Veränd. Träumen; Insomnie; Alpträume; Verhaltensstör.; Depression. Schwindel; Kopfschm.; psychomotor. Hyperaktivität. Vertigo. Aufgetriebenes Abdomen; Bauchschm.; Diarrhö; Flatulenz; Übelk.; Erbrechen; Dyspepsie. Hautausschl. Schwächegef.; Müdigk.; Fieber. Erhöh. v. ALT/AST; atyp. Lymphozyten; Hypertri glyzerid ämie; Erhöh. d. Lipase; Erhöh. d. Pankreas-Amylase im Blut. Gelegentl.: Herpes genitalis; Folliculitis; Gastroenteritis; Herpes simplex; Herpes-Virus-Infekt.; Herpes zoster; Influenza; Lymphknoten abszess; Molluscum contagiosum; Nasopharyngitis; Infekt. d. oberen Atemwege. Papillom d. Haut. Anämie; Eisenmangelanämie; Lymph knotenschm.; Lymphadenopathie; Neutropenie; Thrombozytopenie. Immunrekonsti tutionssyndr. (z. B. CMV-Retinitis, dissem. u./od. lok. mykobakt. Infekt. u. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie); AM-überempf.-keit; Überempf.-keit. Kachexie; Diabetes mellitus; Dyslipidämie; Hypercholesterin ämie; Hyperglykämie; Hyperlipidämie; Hyperphagie; gesteig. Appetit; Polydipsie; Stör. d. Körper fettverteilung. Psych. Stör.; Suizidversuch; Angst; Verwirrtheit; Niedergeschlagenh.; schw. Depression; Durchschlafstör.; Stimmungsveränd.; Panikattacken; Schlafstör.; Suizidgedanken; suizidales Verhalten (insb. bei Pat. mit e. psychiatr. Erkr. in d. Vorgesch.). Amnesie; Karpaltunnelsyndr.; kognitive Stör.; Aufmerksamkeitsstör.; Lagerungsschwindel; Dysgeusie; Hypersomnie; Hypästhesie; Lethargie; Gedächtnisstör.; Migräne; periph. Neuropathie; Parästhesie; Somnolenz; Spannungskopfschm.; Tremor; schlechter Schlaf. Beeinträcht. d. Sehvermögens. Tinnitus. Palpitationen; Sinusbradykardie; ventrikul. Extrasystolen. Hitzewallungen; Hyper tonie. Dysphonie; Nasenbluten; verstopfte Nase. Gastritis; Bauchbeschw.; Bauchschm.; Druckempf.-keit im Abdomen; Beschw. im Anorektalbereich; Obstipation; Mundtrockenh.; Beschw. im Oberbauch; erosive Entzünd. d. Zwölffingerdarms; Aufstoßen; gastroösophageale Refluxkrankh.; Zahnfleischentzündung; Glossitis; Schluckbeschw.; akute Pankreatitis; Magengeschwür; rektale Hämorrhagie. Hepatitis; Ver fettung d. Leber; Alkohol-Hepatitis; Leberversagen. Akne; Alopezie; akneiforme Dermatitis; Haut trockenh.; Erythem; Schwund d. Fettgewebes im Gesichtsbereich; Hyperhidrose; Lipoatrophie; erworb. Lipodys trophie; Lipo hypertrophie; Nachtschweiß; Prurigo; Pruritus; general. Juckreiz; makulärer Hautausschl.; makulopapulöser Hautausschl.; juckender Hautausschl.; Hautläsionen; Urtikaria; Xerodermie; SJS; AM-exanthem mit Eosinophilie u. system. Sympt. (DRESS-Syndrom). Arthralgie; Arthritis; Rückenschm.; Flankenschm.; muskulo skelet. Schm.; Myalgie; Nacken schm.; Osteopenie; Schm. in d. Extremitäten; Sehnenentzündung; Rhabdomyolyse. Nieren versagen; Nephritis; Nephrolithiasis; Nykturie; Nierenzysten; Nierenfunkt.-stör.; tubulointerstit. Nephritis. Erekt. Dysfunkt.; Gynäkomastie; menopausale Sympt. Beschw. im Brustkorb; Schüttelfrost; Gesichtsödem; Zunahme d. Körperfetts; Nervosität; Unwohlsein; submandib. Raumforderung; periph. Ödem; Schm. Neutropenie (Erniedrigung d. absoluten Zellzahl); Erhöh. d. alka lischen Phosphatase, Ernied. d. Serum-Albumins; Erhöh. d. Serum-Amylase, d. Serum-Bilirubins, d. Serum- Cholesterins, d. Serum-Kreatinins, d. Blutglucosespiegels, d. Blutharnstoffstickstoffs, d. Kreatin-Phosphokinase, d. Nüchternblutglucosespiegels; Glucose im Urin; HDL, INR, LDL erhöht; Thrombopenie; Blut im Urin; Zunahme d. Bauchumfangs; Gewichtszunahme; Leukopenie. Versehentl. Überdosis. Zusätzl. berichtet: Myopathie; Krebserkrank. (Art u. Häufigk. entsprechend Erwart. bei hochgrad. immundefiz. Populat.); Fälle v. Osteonekrose insb. bei Pat. mit allg. bek. Risikofakt., fortgeschrittener HIV-Erkrank. od. Langzeit behandl. mit ART (Häufigk. nicht bek.); bei Pat. mit schw. Immundefekt: entzündl. Reakt. auf asymptom. od. residuale opportun. Infekt. sowie Berichte über Autoimmunerkrank. (wie z. B. Morbus Basedow); Fälle v. schwerw. potenz. lebensbedrohl. u. letalen Hautreakt. (einschl. SJS u. TEN), meist in Komb. mit and. AM, d. mit d. Reakt. einhergehen können; Fälle v. Überempf.-keitsreakt. einschl. Hautausschlag, Allgemeinsympt. u. manchmal Organfehlfunkt. einschl. Leberversagen. Kdr. u. Jugendl. von 2 – 18 J.: In klin. Studien Nebenw.-Profil ähnl. wie bei Erw.; ein Pat. mit psychomot. Hyperakt. (Grad 3), Verhaltensstör. u. Schlaflosigk.; ein Pat. mit schwerw. allerg. Hautausschl. (Grad 2); ein Pat. mit schwerw. Laborwertabw. v. ALT (Grad 3) u. AST (Grad 4). Kleinkdr. u. Säugl. von 4 Wo. bis < 2 J.: AM-bedingte NW ähnl. wie bei Erw., ein Pat. mit schwerwieg. allerg. AM-bedingten Hautausschlag (Grad 3). Warnhinw.: Filmtbl.: Enth. Lactose. Kautbl.: Enth. Fructose, Sorbitol, Aspartam. Granulat: Enth. Fructose, Sorbitol, Sucrose. Hinw.: Säugl. u. Kleinkdr. ab 4 Wo. u. ab 3 kg bis unter 20 kg KG erhalten d. Granulat; Kdr. ab 11 kg KG können d. Kautbl. erhalten; Kdr. ab 25 kg KG können d. Filmtbl. erhalten. Möglichst kein Wechsel zw. Kau- od. Filmtbl. od. Granulat (unterschiedl. Bioäquivalenz). Die 400-mg-Filmtbl. ist nicht für das Therapieschema von 1 x tgl. 1.200 mg geeignet. Ver schreibungspflichtig. Stand: 03/2018 Bitte lesen Sie vor Verordnung von ISENTRESS ® die Fachinformation! Pharmazeutischer Unternehmer: Merck Sharp & Dohme Limited, Hertford Road, Hoddesdon Hertfordshire EN11 9BU, Vereinigtes Königreich Lokaler Ansprechpartner: MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar

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