Aufrufe
vor 2 Jahren

Leseprobe CONNEXI Kardiologie Ausgabe 5-2019

  • Text
  • Connexi
  • Tavi
  • Vorhofflimmern
  • Verbesserung
  • Thrombozyten
  • Risiko
  • Herzinsuffizienz
  • Kardiologie
  • Conferences
  • Therapie
  • Patienten

KARDIALE

KARDIALE KONTRAKTILITÄTSMODULATION (CCM) CCM schließt die therapeutische Lücke in der modernen Device-Therapie der Herzinsuffizienz Die chronische Herzinsuffizienz stellt eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Eine optimale Behandlung ermöglicht den Patienten eine bessere Lebensqualität und ein längeres Überleben. Voraussetzung ist aber eine frühzeitige Diagnose und die Ausschöpfung aller heute zur Verfügung stehenden medikamentösen und interventionellen Therapiemöglichkeiten. Dazu kann bei ausgewählten Patienten auch die kardiale Kontraktilitätsmodulation (CCM) gehören. Um den aktuellen Stellenwert der CCM zu bewerten, trafen sich Kardiologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am 5. April 2019 in München unter Vorsitz von Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Universitätsmedizin Göttingen, und Frau Prof. Dr. Cecilia Linde, Karolinska Universitätshospital Stockholm/Schweden, zu einem Experten-Meeting. EDUCATION Die Prävalenz der chronischen Herzinsuffizienz [1] nimmt weltweit zu, erklärte Prof. Dr. Stefan Sack vom Städtischen Klinikum Schwabing in München. Die Auswirkungen dieser progredienten Erkrankung dürfen dabei nicht unterschätzt werden. Es besteht ein hohes Hospitalisierungs- und Mortalitätsrisiko mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität und Lebensjahren [1, 2]. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate nach Neudiagnose einer Herzinsuffizienz beträgt nur etwa 50 % – damit ist die Prognose ähnlich schlecht wie bei vielen Krebserkrankungen [3]. Auch Pa tienten mit leichter Symptomatik (NYHA-Klasse II) haben bereits ein jährliches Mortalitätsrisiko von 6–20 % [4], betonte der Kardiologe. Durch eine frühzeitige optimale Therapie kann dem Voranschreiten der Erkrankung entgegengewirkt [4, 5], der Alltag dieser Patienten verbessert und das Überleben verlängert werden [6, 7]. Häufig erfolgt jedoch eine unzureichende Umsetzung der optimalen leitliniengerechten Therapie im Versorgungsalltag [8, 7]. Das gelte auch für Deutschland und sollte Ansporn für die alltägliche Implementierung und Realisierung der Leitlinienempfehlungen sein, betonte Prof. Sack. Optimale medikamentöse Therapie als Basis Zur medikamentösen Basistherapie der chroni schen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejek - tions fraktion (HFrEF) zählen ACE-Hemmer/ AT1-Re zeptorantagonisten, Betablocker sowie Diuretika und Aldosteron antagonisten in der individualisiert optimalen Dosis. Bei hierunter fortbestehender Symptomatik besteht die Möglichkeit, bei Patienten mit reduzierter systolischer LV-Funktion, den ACE-Hemmer durch Angiotensin-Rezeptorblocker- Neprilysin-Inhibitoren (ARNI) zu ersetzen, erklärte Dr. Thomas Demming vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel. Für Patienten die trotz dieser Therapie weiter symptomatisch sind, sollte bei Sinusrhythmus und einem QRS-Komplex ≥130 ms eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) erwogen werden [2]. Dieses Kriterium erfüllen weniger als 40 % dieser Patienten, betonte Dr. Demming. Kardiale Kontraktilitätsmodulation bei normaler QRS-Dauer Für weiterhin symptomatische Patienten mit normaler QRS-Dauer (

KARDIALE KONTRAKTILITÄTSMODULATION (CCM) ΔVO 2 (ml O 2 /kg/min) 1,5 1,0 0,5 0,0 FIX-HF-4 QRS-Komplex

Connexi - Leseproben