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Leseprobe CONNEXI Nephrologie Ausgabe 1-2018

Astellas arbeitet mit

Astellas arbeitet mit großem Engagement daran, aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen innovative, medizinische Lösungen zu entwickeln, die das Leben von Patienten auf der ganzen Welt verbessern und ihnen neue Hoffnung geben. ADV/2017/0035/DE Als ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin sind wir stolz, seit über 20 Jahren die Spezialisten auf diesem ganz besonderen Gebiet der Medizin zu unterstützen, einen Beitrag zur Ausbildung von Transplantationsmedizinern zu leisten und die Aufklärungsarbeit zu fördern. Organspende ist ein kompliziertes und emotionales Thema sowohl für Patienten als auch für deren Angehörige. Die physischen und emotionalen Anforderungen sowohl an den Empfänger als auch an den Spender sind groß und der Weg bis zur Transplantation ist oft lang und schwierig. Bei Astellas konzentrieren wir uns darauf, unsere Vision Changing tomorrow Wirklichkeit werden zu lassen. leben-mit-transplantation.de

EDITORIAL Liebe Leser, die aktuellen Zahlen zur Organspende und -transplantation in Deutschland haben einen historischen Tiefstand erreicht. Gab es 2011 noch 1.200 Organspender (ohne Lebendspende), waren es im Jahr 2017 gerade einmal 797. Ein dramatischer Rückgang, der Folgen hat: Im Jahr 2016 verstarben 939 Patienten auf den Wartelisten, weitere 729 wurden von den Listen abgemeldet, unter anderem, weil sie als unfit for transplantation klassifiziert werden mussten. Dass das nicht so sein muss, beweist Spanien. Seit Jahren führt das Land, was die Zahl der Spender und transplantierten Patienten angeht. Im Jahr 2015 kamen in Spanien auf eine Million Bürger etwa 40 Organspender, in Deutschland waren es im gleichen Zeitraum etwa zehn. Anders als in Deutschland, kann jeder, der das nicht ausdrücklich verneint, nach seinem Tod zum Organspender werden. Es gilt die Widerspruchslösung. Als zweite Säule des Erfolgs gilt die Organisation des Systems. Mit der Gründung der Organización Nacional des Trasplantes (ONT) 1989 hat Spanien sein Transplantationswesen zentralisiert, eine übergeordnete Zuständigkeit und entsprechende Budgets geschaffen. Die ONT untersteht unmittelbar dem Gesundheitsministerium, wird von der Zentralregierung finanziert und ist landesweit für die Spendererkennung, Spenderbehandlung, Gesprächsführung mit den Angehörigen und der Organisation aller für die Organspende relevanten Abläufe zuständig. In jedem Krankenhaus gibt es einen festen Ansprechpartner. Hauptamtliche Transplantationskoordinatoren sind speziell geschulte Intensivmediziner. Sie sind im Unterschied zu anderen Ländern für den gesamten Spendeprozess verantwortlich. In den Krankenhäusern steht ein 24 Stunden erreichbares Team von Spezialisten auf Abruf bereit. Todesfälle werden darauf evaluiert, ob eine Organentnahme möglich gewesen wäre. Auch die Deutsche Transplantationsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie sprechen sich ganz offiziell für eine Widerspruchlösung aus. Doch die Widerspruchslösung alleine löst die Probleme vermutlich nicht. Am Beispiel Spanien wird etwas anderes deutlich: Spanien hat keine bessere Transplantationsmedizin, sicher am Ende auch keine teurere, vermutlich haben sie die Transplantationsmedizin in ihrem Gesundheitssystem einfach nur etwas besser und effizienter implementiert. Es lohnt sich hinzuschauen. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse bei der Lektüre. Berlin, März 2018 Anja Lamprecht anja.lamprecht@thepaideiagroup.com Herzlichst Anja Lamprecht Verlegerin 3

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