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Leseprobe CONNEXI Nephrologie Dialyse Transplantation Ausgabe 2-2019

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IMMER MEHR TABLETTEN

IMMER MEHR TABLETTEN CONFERENCES Deprescribing Prof. i. R. Dr. med. Frieder Keller frieder.keller@uniklinik-ulm.de Andere Wege sind nicht nur die Deeskalation, sondern auch das gezielte Absetzen der Medikation. An erster Stelle sind hier die Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) zu nennen, diese machen viele Nebenwirkungen. Seit jüngstem weiß man, dass sie auch die Nieren schädigen. Wenn die Number needed to treat 20 ist, um eine Blutung mit Protonenpumpeninhibitoren zu verhindern, dann ist die Number needed to harm 40, und es treten Nebenwirkungen auf. Diese Zahlen gelten aber nur für eine Therapiedauer von 30 Tagen [5] (Abbildung 3). Bei Entlassung von der Station oder nach vier Wochen sollten Protonenpumpeninhibitoren abgesetzt werden – außer bei gesicherter Langzeitindikation wie gastroösophagealem Reflux. Je länger Protonenpumpenblocker genommen werden, desto weniger profitiert der Patient und desto mehr Nebenwirkungen können auftreten. Zwei Drittel der Dialysepatienten haben ein Statin. Wozu? In der 4D- und der SHARP-Studie senken Statine nicht die Sterblichkeit. Aber Statine machen mehr Koronarverkalkung durch Absenkung von Vitamin K2 [6]. Die KDIGO empfiehlt bei akuter Nierenschädigung an erster Stelle: Alle nephrotoxischen oder potenziell nephrotoxischen Medikamente sind abzusetzen. Potenziell nephrotoxisch sind aber praktisch alle Medikamente. Durch Absetzen der Medikamente bei Älteren kann man Diuretika einsparen. Im Einzelfall vor allem bei Dialysepatienten kann man auf bis zu 50 % der Medikamente verzichten. Wenn man Medikamente absetzt, sollte man aber nicht alle Medikamente gleichzeitig absetzen. Deprescribing muss geplant und protokolliert erfolgen. Referenzen 1. Díez-Manglano J, Giménez-López M, Garcés-Horna V et al.; PLUPAR Study Researchers. Excessive polypharmacy and survival in polypathological patients. Eur J Clin Pharmacol 2015; 71(6): 733–9. 2. Cappelleri C, Janoschka A, Berli R et al. Twenty-four-hour ambulatory blood pressure monitoring in very elderly patients: Comparison of in-hospital versus home follow-up results. Medicine (Baltimore) 2017; 96(34): e7692. 3. Neri L, Martini A, Andreucci VE et al. Regimen complexity and prescription adherence in dialysis patients. Am J Nephrol 2011; 34(1): 71–6. 4. Webster R, Salam A, de Silva HA et al.; TRIUMPH Study Group. Fixed low-dose triple combination antihypertensive medication vs usual care for blood pressure control in patients with mild to moderate hypertension in Sri Lanka: A randomized clinical trial. JAMA 2018; 320(6): 566–79. 5. Leontiadis GI, Sharma VK, Howden CW. Systematic review and meta-analysis of 30 days proton pump inhibitor therapy in peptic ulcer bleeding. BMJ 2005; 330: 568. 6. Chen Z, Qureshi AR, Parini P et al. Does statins promote vascular calcification in chronic kidney disease? Eur J Clin Invest 2017; 47(2): 137–48. Prof. i. R. Dr. med. Frieder Keller Sektion Nephrologie, Klinik für Innere Medizin 1, Universitätsklinikum Ulm Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm 18

KLEINE DETAILS MACHEN EINEN GROSSEN UNTERSCHIED Das stay•safe ® -System für die CAPD Auslauf Flush Die stay•safe ® -DISC führt Ihre Patienten Schritt für Schritt durch den Vorgang des Beutelwechsels. Keine Klemmen – einfach drehen. Automatischer Systemverschluss Einlauf Das einzigartige PIN-System verschließt vor der Diskonnektion automatisch die Katheterverlängerung. Dadurch werden insgesamt 1.460 risikobehaftete Schritte pro Patientenjahr eliminiert.* Der Organizer führt die einzelnen Bestandteile des stay•safe ® -Systems zusammen und ermöglicht eine noch einfachere Hand habung. Die Einzelteile des stay•safe ® -Systems sind aus einem PVC-freien Material hergestellt – made in Germany. Es ist frei von Weichmachern und besonders umweltfreundlich. * berechnet auf Basis einer Verschreibung von 4 Beutelwechseln pro Tag Für ein Video zu dem Organizer und weitere Informationen besuchen Sie gerne auch unsere Website: http://bit.ly/fmc-staysafe-system Firmensitz: Fresenius Medical Care GmbH · 61346 Bad Homburg v. d. H. · Deutschland www.FreseniusMedicalCare.de

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