Aufrufe
vor 3 Jahren

Leseprobe CONNEXI Neurologie Ausgabe 3-2018

  • Text
  • Patienten
  • Conferences
  • Behandlung
  • Erkrankungen
  • Neurologie
  • Schlaganfall
  • Studien
  • Therapie
  • Studie
  • Risiko
  • Connexi

BEHANDLUNG DER MS 20

BEHANDLUNG DER MS 20 Jahre Erfahrung, steter Erkenntniszuwachs Mittlere kumulative Anzahl an CUA-Läsionen 7 6 5 4 3 2 1 0 -41 % 1,51 Reduktion vs. Plazebo p=0,015 Plazebo (n=60) Rebif® 44 μg s.c. 3x/Woche (n=120) 0,89 Mit der Einführung der Interferon beta-Präparate zur Basistherapie der schubförmigen MS in den 1990er-Jahren wurde erstmals eine ursächliche Behandlung dieser Krankheit möglich. Inzwischen ist Interferon beta-1a (Rebif®) seit 20 Jahren auf dem Markt, die Indikationen und Anwendungsoptionen haben sich ausgeweitet. Merck Serono hat außerdem kürzlich ein zweites, oral wirksames MS-Medikament auf den Markt gebracht: Cladribin-Tabletten (MAVENCLAD®) zur Behandlung besonders aktiver Formen der schubförmigen Multiplen Sklerose bei Erwachsenen. 3,52 1,27 4,90 1,60 -69 % 6,00 Reduktion vs. Plazebo p=0,001 1,86 n=57 n=113 n=57 n=113 n=57 n=117 n=57 n=118 Woche 4 Woche 8 Woche 12 Woche 16 Abbildung 1: IMPROVE: Rebif® reduzierte die MRT-Läsionslast bereits nach vierwöchiger Behandlung (CUA, combined unique active lesions: gadoliniumanreichernde T1- sowie T2-Läsionen). (erstellt nach [3,4]) Interferon beta-1a (Rebif®) wurde in umfangreichen klinischen Studien bei unterschiedlichen Krankheitsbildern im Formenkreis der schubförmigen Multiplen Sklerose untersucht – von der ersten klinischen Manifestation, dem klinisch isolierten Syndrom (KIS) über die reine schubförmige MS (relapsing-remitting MS, RRMS) bis zur sekundär progredienten Form der Erkrankung, bei der die Schübe überlagert sind von einer Progredienz, die auch im schubfreien Intervall langsam fortschreitet. Überprüft in acht klinischen Phase-III- Studien Das Studienprogramm zu Rebif® mit insgesamt 6.335 Teilnehmerinnen und Teilnehmern umfasst bisher acht klinische Phase-III-Studien. Darin wurde unter anderem belegt, dass eine frühzeitige Behandlung mit Rebif® bei KIS den Übergang hin zu einer klinisch gesicherten MS nach McDonald- Kriterien verzögern kann [1, 2]. Bei RRMS sind insbesondere die Ergebnisse der Doppelblindstudie IMPROVE hervorzuheben [3, 4]. In dieser Studie wurde die Läsionslast im MRT beurteilt, die einbezogenen Patienten erhielten entweder Rebif® oder Plazebo. Nach 16-wöchiger Behandlung mit Rebif® (3x44 µg) war die Läsionslast um 69 % reduziert (vs. Plazebo; p=0,001; Abbildung 1) [3, 4]. Bereits eine vierwöchige Behandlung mit Rebif® reduzierte die MRT-Läsionslast signifikant um 41 % (vs. Plazebo; p=0,015) [3, 4]. Interferon beta-1a im Vergleich Inzwischen liegen auch Vergleiche zu anderen MS-Behandlungsoptionen vor. Im Behandlungsalltag stellte sich heraus, dass Patienten unter der Behandlung mit Rebif® über etwa zehn Jahre ein um 33 % geringeres Risiko hatten, einen EDSS von 3 zu erreichen, als Patienten unter Glatiramer acetat (adj. HR 1,33; 95 % KI: 1,02−1,74; Abbildung 2) [5]. 32

BEHANDLUNG DER MS Anteil der Patienten mit EDSS

Connexi - Leseproben