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Leseprobe CONNEXI Neurologie Ausgabe 3-2019

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INTERVIEW CONFERENCES

INTERVIEW CONFERENCES wird über eine Integrierte Notfallleitstelle unter der zentralen Nummer 116117. Diese muss in der Bevölkerung deutlich besser vermittelt werden. Von dort aus wird der Patient, idealerweise in einem sinnvolleren Verteilungsmodus als bisher, in den geeigneten Arm des Systems vermittelt. Interessant und unerwartet war für mich, dass auch im Auditorium hierzu so wenig Dissens war. Alle Beteiligten**, von denen ich gedacht habe, sie sind da „antagonistischer“, haben dem zugestimmt. Ich rechne fest damit, dass das in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Nachdem bereits viele Voraussetzungen geschaffen worden sind, ist jetzt quasi der letzte ein politischer Schritt, der aber z. T. noch landespolitische Grenzen überwinden muss. Es ist nun eine Frage der Gesetzgebung. Wie von Herrn Prof. Gerlach ausgeführt, sind wir aber inzwischen unter hohem Druck, eine praktikable Regelung zu präsentieren, und zwar demnächst, um nicht ganz anderen Entwicklungen Vorschub zu leisten, wie z. B. einer elektronischen handybasierten Erstversorgung, der sogenannten „Plattformökonomie“, angeboten von Firmen, die sich zwischen Patient und Medizinsystem schieben. Andererseits haben wir in dem Symposium auch gehört, dass, während der Schwede drei Arztkontakte hat pro Jahr, der deutsche Durchschnittsbürger 20 mal im Jahr zum Arzt geht. Davon wegzukommen ist auch ein Teil der Lösung des Problems. Zweifellos ist es so, dass Überangebote im Medizinbereich die Tendenz haben, sich ihren Bedarf irgendwie selber zu schaffen. Aber je mehr Angebot da ist, desto mehr Nachfrage wird es auch in der Medizin geben. Eine Angebotsreduktion wäre sowohl ökonomisch als auch wahrscheinlich der Qualität zuträglich. Nur hat bisher eben keiner eine ** auf dem Podium diskutierten Helmuth Steinmetz, Frankfurt a.M., Frank Joachim Erbguth, Nürnberg, Helge Tropka, München, Stefan Schwab, Erlangen, Ferdinand Gerlach, Frankfurt a. M., Martin Pin, Düsseldorf, André Gries, Leipzig Angebotsreduktion erreicht, obwohl das Ziel seit Seehofer vor 20 Jahren gesteckt ist. Ich denke, es scheitert zuerst an der Politik in den Wahlkreisen. Steht für den „sinnvolleren Verteilungsmodus“ im Notfallmanagement genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung, damit die vorgesehene Kanalisierung funktioniert? Steinmetz: In der Tat, das ist der Systemwechsel, den wir vor uns haben. Heute ist es ja oft so, dass in Notaufnahmen oder im Bereitschaftsdienst viele Jüngere, noch relativ unerfahrene Ärzte arbeiten. Das muss sich natürlich ändern, wenn wir zu diesem neuen Modell kommen. Dort muss der Gate Keeper ein absolut erfahrener, am besten der Erfahrenste sein, um vor allem die Inanspruchnahme von stationären Aufnahmen zu reduzieren. Zurzeit ist es so, wenn man nicht genau weiß, wie man entscheiden soll oder sich der im Dienst Befindliche die Entscheidung nicht zutraut oder wenn es in Spitzenzeiten gerade zu viele „Selbstvorsteller“ sind, nimmt man eher mal stationär auf, um keinen Fehler zu machen. Das ist in der Zukunft nicht mehr hinnehmbar, da muss am Anfang der Kette der Kompetenteste stehen, der die Entscheidung trifft. Ich hoffe, dies ist mit den Zusatzqualifikationen Notfallmedizin, die wir jetzt zunehmend bekommen, gewährleistet. Derzeit würde ich sagen, haben wir wahrscheinlich noch nicht genug Leute dieser Art, aber wir werden sie in Zukunft haben. Und wenn dann solche Zentren auch mit finanziellen Zuschlägen belegt werden, die ihnen die Vorhaltung solch hochqualifizierten Personals auch ermöglichen, dann müsste sich das umsetzen lassen. Das ist heute noch nicht der Fall, aber genau das ist der Sinn dieser politischen Konzepte. Wie würden Sie die Neurointensivmedizin verorten, hat sie im Medizinsystem den ihr gebührenden Platz, die Wertschätzung und Kernkompetenz, wie sie ihr zusteht? 8

Der neue CGRP-Antikörper für die spezifische Migräneprophylaxe 1 Weniger Migräne. Mehr vom Leben. Jakobs Geburtstag Nein, wegen meiner Migräne brauche ich absolute Stille Ja, ich kann mit ihm feiern! Stark & schnell – Schnell weniger Migränetage 1–3 NEU Verträglich – Verträglichkeitsprofil auf Placebo-Niveau 1–3 Flexibel – Flexibles Injektionsintervall: subkutane Gabe 1 x/Monat oder 1 x/Quartal 1 DE/FRE/19/0062 1. Fachinformation AJOVY®, Stand: 03/2019. 2. Dodick DW et al. JAMA 2018; 319(19): 1999–2008. 3. Silberstein SD et al. N Engl J Med 2017; 377(22): 2113–2122. AJOVY® 225 mg Injektionslösung in Fertigspritze Wirkstoff: Fremanezumab. Zusammensetzung: Eine Fertigspritze enth. 225 mg Fremanezumab. Fremanezumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technik in Eizellen des chinesischen Hamsters (Chinese Hamster Ovary, CHO) hergestellt wird. Sonst. Bestandt.: Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Sucrose, Natriumedetat (Ph.Eur.), Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Migräneprophylaxe bei Erw. mit mind. 4 Migränetagen pro Monat. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff od. einen der sonst. Bestandt. Warnhinw.: AM enth. weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosiereinheit, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“. Schwangerschaft/Stillzeit: Anwend. währ. der Schwangerschaft vermeiden. Anwend. währ. der Stillzeit nur in Betracht ziehen, falls diese klinisch erford. ist. Nebenwirkungen: Schmerzen an der Injektionsstelle. Verhärtung an der Injektionsstelle. Erythem an der Injektionsstelle. Juckreiz an der Injektionsstelle. Ausschlag an der Injektionsstelle. Immunogenität. Dosierung: Es stehen zwei Dos.optionen zur Verfügung: 225 mg einmal monatlich od. 675 mg alle drei Monate. Status: Verschreibungspflichtig. Stand: 3/19. TEVA GmbH, Graf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm, Deutschland. Weitere Informationen siehe Fachinformation. ▼Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

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