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Leseprobe CONNEXI SCHMERZ Ausgabe 1-2019

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NEWS Erstes

NEWS Erstes Migräneprophylaxe-Medikament in Deutschland auf dem Markt INDUSTRY News Seit 1. November 2018 steht in Deutschland Aimovig® (Erenumab) von Novartis zur Prophylaxe der Migräne bei Erwachsenen mit vier oder mehr Migränetagen pro Monat zur Verfügung [1]. Mit Aimovig® (Erenumab) führte Novartis am 1. November 2018 die erste spezifisch zur Migräneprophylaxe entwickelte Therapie in Deutschland ein. Erenumab hemmt als einziger humaner Antikörper den Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), von dem angenommen wird, dass es eine entscheidende Rolle bei der Migräne spielt [2]. Erenumab zeigte in einem umfangreichen klinischen Studienprogramm mit insgesamt 3.000 Pa tienten eine signifikante Reduktion der Zahl der monatlichen Migränetage bei einem placeboähnlichen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil, auch bei schwierig zu behandelnden Patienten [3–6]. Weltweit werden bereits mehr als 90.000 Migräne pa tien ten mit dem Präparat behandelt. „Die Einführung von Erenumab in Deutschland ist eine sehr gute Nachricht, insbesondere für schwer betroffene Migränepatienten, bei denen mehrere prophylaktische Medikamente erfolglos waren oder keine ausreichende Wirkung erzielten. Diesen Patienten konnten wir bislang keine Therapieoption anbieten“, erklärte Prof. Guy Arnold, Klinikum Sindelfingen-Böblingen, anlässlich des 91. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin. Hoher Leidensdruck: Attacken durch Prophylaxe reduzieren Migräne ist mit einer Prävalenz von 12 % eine der häufigsten Erkrankungen weltweit und die dritthäufigste Ursache für ein Leben mit schweren Beeinträchtigungen bei Menschen unter 50 Jahren [7]. Die Auswirkungen der Migräne sowohl auf das tägliche Leben der Betroffenen als auch für die Gesellschaft sind gravierend, wie die Ergebnisse der aktuellen Online-Befragung „My Migraine Voice“ belegen, an der weltweit 11.000 Migränepatienten teilnahmen [8]. 54 % der insgesamt 261 in Deutschland befragten Patienten, die sich in einem Arbeitsverhältnis befanden, sehen sich aufgrund der Migräne in ihrer Arbeitsproduktivität beeinträchtigt [8]. Diejenigen Patienten, die bereits eine oder mehrere prophylaktische Therapien abgebrochen haben, bezifferten die durch Migräne verlorene Arbeitszeit durch Fehltage (Absentismus) und Produktivitätseinbußen (Präsentismus) auf 23 % [8]. Doch außer im Berufsleben machen sich die Auswirkungen der Migräne auch bei unbezahlten Tätigkeiten in der Familie und im Ehrenamt bemerkbar. Eine aktuelle Studie des WifOR-Instituts errechnete für Deutschland bis zum Jahr 2025 einen durch Migräne entstehenden gesamten volkswirtschaftlichen Verlust von rund 1,17 Billiarden Euro [9]. Von Migräne betroffene Menschen benötigen dringend eine medikamentöse Migräneprophylaxe, die die Stärke und die Häufigkeit der Attacken vermindert. Die Migräne-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfiehlt bei Patienten mit hohem Leidensdruck, eingeschränkter Lebensqualität und einem damit einhergehenden erhöhten Risiko für Medikamentenübergebrauch die Einleitung einer prophylaktischen Therapie [10]. Erenumab ist die erste zugelassene Substanz, die spezifisch zur Prophylaxe der Migräne entwickelt wurde im Gegensatz zu den bislang verfügbaren Medikamenten, die aus anderen Indikationen, wie zum Beispiel Epilepsie oder Bluthochdruck, entliehen wurden Klinisches Studienprogramm In der klinischen Phase-III-Studie STRIVE* wurde Erenumab (70 mg und 140 mg) bei 955 Patienten *STRIVE: STudy to Evaluate the Efficacy and Safety of Erenumab in MigRaIne PreVEntion; NCT02456740. 40

NEWS mit episodischer Migräne und vier bis 14 Migränetagen pro Monat – durchschnittlich acht Migränetage pro Monat – über sechs Monate untersucht. Die Zahl der monatlichen Migränetage unter Erenumab sank um 3,2 (70 mg) bzw. 3,7 Tage (140 mg) gegenüber 1,8 Tagen unter Placebo (p

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