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Leseprobe CONNEXIPLUS 2020-4 Kardiorenale Achse

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CKD LDL PCSK9 Höhere

CKD LDL PCSK9 Höhere LDL-C- Spiegel LDL Anti-PCSK9 monoklonaler Antikörper Niedrigere LDL-C- Spiegel Weniger LDLR auf Zelloberfläche Mehr LDLR auf Zelloberfläche LDL-Rezeptor Endozytose Endozytose LDL-Rezeptor PCSK9 Endosom LDL-Rezeptor PCSK9 Lysosom Lysosom LDLR Recycling Degradierung von LDL und LDLR Degradierung von LDL Abbildung 1: Wirkweise von PCSK9-Inhibitoren. connexiplus eGFR

ESC NEWS Die Kombination cholesterinsenkender Wirkstoffe könnte Risiko senken Neue Ergebnisse aus einer großen europäischen Studie mit Patienten aus 18 Ländern zeigen, dass viele Patienten durch die Einnahme von Statinen ihr Risiko senken können. Dabei könnten diejenigen mit dem höchsten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse besonders von der Kombination mehrerer lipidsenkender Arzneimittel profitieren. Den Autoren zufolge zeigt die Studie eine Lücke zwischen aktuellen klinischen Leitlinien und der klinischen Praxis beim Cholesterinmanagement in ganz Europa auf. Sie erläutern, dass auch unter den Patienten, die bereits Statine in optimaler Dosierung erhalten, eine vermehrte Anwendung von nichtstatinbasierten Cholesterinsenkern dazu beitragen könnte, bei den Patienten mit dem höchsten Risiko den Cholesterinspiegel noch weiter zu senken und die gesundheitsbezogenen Resultate potenziell zu verbessern. Die Ergebnisse, die bei dem virtuellen Meeting der European Society of Cardiology (ESC) 2020 präsentiert wurden, werden im Journal European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht [1]. Professor Kausik Ray von der School of Public Health des Imperial College London, der die DA-VINCI-Studie geleitet hat, berichtet: „Nach Ernährung und Lebensstil ist die medikamentöse Cholesterinsenkung ein zentraler Ansatz, um das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen zu senken. Auf Grundlage der Studiendaten gibt es überzeugende Beweise dafür, dass insbesondere die Patienten mit dem höchsten Risiko von niedrigeren Cholesterinwerten profitieren. Auch wenn Statine die Erstlinientherapie darstellen, verdeutlicht unsere aktuelle Studie, dass Statine allein auch bei optimaler Anwendung den meisten Patienten nicht helfen, die Cholesterinziele der ESC zu erreichen. Nur einer von fünf Patienten mit sehr hohem Risiko erreicht die Zielempfehlungen von 2019 – und dies zu verbessern, erfordert die Anwendung einer Kombinationstherapie mit mehr als einem Wirkstoff. Derzeit erhalten weniger als 10 % der Patienten mit sehr hohem Risiko in Europa irgendeine Form der Kombinationstherapie, davon 9 % eine mit Ezetimib und 1 % eine mit PCSK9-Inhibitoren.“ In der DA-VINCI-Studie lieferten insgesamt 5.888 Patienten aus 18 Ländern bei Arztterminen oder Krankenhausaufenthalten im Zusammenhang mit kardiovaskulären Erkrankungen Informationen unter anderem zu Lebensgewohnheiten, früheren kardiovaskulären Ereignissen (wie Herzinfarkt oder Schlaganfall) sowie zu Messungen der aktuellen LDL-Cholesterinwerte und etwaigen aktuell angewendeten lipidsenkenden Arzneimitteln. Die Unter intensiver Statintherapie alleine, erreichen nur 22 % der Patienten mit bestehender kardiovaskulärer Erkrankung die aktuellen Zielwerte. aktuelle Leitlinie der ESC/European Atherosclerosis Society (EAS) empfiehlt Statine als Erstlinientherapie zur Senkung des LDL-Cholesterins. Des Weiteren empfiehlt sie Ziele auf Basis einer Risikoeinteilung, beispielsweise eine Senkung der LDL-Cholesterinwerte um 50 % für Patienten mit sehr hohem Risiko und das Erreichen von LDL-Cholesterinwerten unter 1,4 mmol/l (ca. 54 mg/dl), um das Risiko von zusätzlichen kardiovaskulären Ereignissen zu verringern. connexiplus NEWS 15

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