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Leseprobe CONNEXIPLUS 2020-6 Kardiorenale Achse

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Abbildung 3:

Abbildung 3: Vitalitätsdiagnostik bei ischämischer Kardiomyopathie A: Koronarangiographie mit Darstellung eines chronischen Verschluss der rechten Koronararterie (RCA, roter Pfeil). B−D: kardiale Magnetresonanztomographie zur Vitalitätsdiagnostik des Myokards vor Revaskularisierung. B: 2-Kammerblick mit inferobasalem Aneurysma des linken Ventrikels (roter Pfeil). C: 4-Kammerblick mit Kurzachsenschnittebenen (gelb) zur Darstellung des Late Gadolinium Enhancements (LGE) in D. D: LGE-Sequenzen von basal (links) nach apikal (rechts) des linken Ventrikels. Inferior und inferolateral zeigt sich ein transmurales, d. h. das gesamte Myokard betreffendes LGE basal und mittventrikulär (rote Pfeile). Das vitale Myokard ohne LGE ist homogen schwarz (roter Stern). Der Befund entspricht einer transmuralen inferioren/inferolateralen Narbe, so dass eine Rekanalisation der RCA nicht indiziert ist. connexiplus Abbildung 4: Differenzialdiagnostik der linksventrikulären Hypertrophie Darstellung von mittventrikulären Kurzachsenschnitten des linken Ventrikels. A: Farbkodiertes natives T1-Mapping mit homogener, normwertiger Darstellung (lila) bei gesunden Probanden und Patienten mit hypertensiver Herzkrankheit, diffus und fokal akzentuiert erhöhten Werten bei Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie (lila/gelb) sowie stark erhöhten Werten bei Patienten mit kardialer Amyloidose (gelb/orange). B: Late Gadolinium Enhancement (LGE)-Sequenzen mit homogener Darstellung ohne LGE (schwarz) bei Gesunden und Patienten mit hypertensiver Herzkrankheit, typischem intramuralem LGE (hell, roter Pfeil) bei hypertropher Kardiomyopathie und hochgradigem diffusem zirkulärem LGE (hell, rote Pfeile) im gesamten linken Ventrikel bei Amyloidose. 14

KARDIALE MRT hinsichtlich kardiovaskulärer Endpunkte [3]. Die Stress-MRT und die Myokardszintigraphie haben eine vergleichbare diagnostische Wertigkeit zur Ischämiedetektion, wobei die kardiale MRT keine Strahlenbelastung für den Patienten darstellt [4]. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz in Folge einer koronaren Herzkrankheit, d. h. bei ischämischer Kardiomyopathie, erlaubt die kardiale MRT eine Beurteilung der Vitalität des Myokards vor eventueller Revaskularisierung. Diese erfolgt anhand des Late Gadolinium Enhancements (LGE), welches myokardiale Narben anzeigt (Abbildung 3). Eine Verbesserung der linksventrikulären Pumpfunktion nach Revaskularisierung ist nur zu erwarten, wenn die Narbe, d. h. das LGE, weniger als die Hälfte der myokardialen Wanddicke betrifft. Randomisierte klinische Endpunktstudien zur MRT-basierten Vitalitätsdiagnostik liegen noch nicht vor. Differenzialdiagnostik der linksventrikulären Wandverdickung Ein wandverdickter linker Ventrikel ist ein häufiger Befund in der Echokardiographie. Die kardiale MRT erlaubt mittels parametrischer Mappingtechniken und LGE eine spezifische Gewebecharakterisierung des Myokards. Hierbei lassen sich u. a. hypertensive Herzkrankheit, hypertrophe Kardiomyopathie und myokardiale Speicher erkrankungen, z. B. kardiale Amyloidose, spezifisch unterscheiden (Abbildung 4). Aus der Diagnose ergeben sich neben der prognostischen Information unmittelbare therapeutische • bei hypertensiver Herzerkrankung: Blutdruckeinstellung; kardiale Amyloidose: ggf. Therapie mit Tafamidis und diagnostische • bei hypertropher Kardiomyopathie: genetische Untersuchung und ggf. Familienscreening, Konsequenzen. Fazit Die Stärke der kardialen MRT liegt neben der exakten Bestimmung der Herzgröße und der Pumpfunktion in der Gewebecharakterisierung des Myokards. Hierbei lassen sich Ischämie und Vitalität des Myokards bei KHK als auch entzündliche Herzerkrankungen darstellen und Kardiomyopathien charakterisieren. Die kardiale MRT ist aus dem diagnostischen Repertoire der modernen Kardiologie nicht mehr wegzudenken. Literatur beim Verfasser Dr. med. Daniel Lavall Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Universitätsklinikum Leipzig Liebigstraße 20, 04103 Leipzig Dr. med. Daniel Lavall Daniel.Lavall@medizin.uni-leipzig.de connexiplus 15

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