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Leseprobe CONNEXIPLUS 2021-1 COVID-19 und Impfstoffe

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Fachmagazin zu COVID-19

Zeitfenster IgA

Zeitfenster IgA Antikörper IgG Antikörper AB TEST Asymptomatisches Stadium Einsetzen der Symptome IgM Antikörper Total Antikörper Langfristige Immunität? RT-PCR Tage seit der Infektion VIRUS Erkennungs- Test AB TEST 5 7 14 21 RT-PCR 28 100 Ab IgA Ab IgM Ab IgG Ab Total Abbildung 1: Virus- und serologischer Nachweis im Zeitverlauf. connexiplus nasopharyngealen Abstrichen diskutiert, jedoch liegen dazu nur wenige Veröffentlichungen vor [15-17]. Darüber hinaus gibt es Modellprojekte, die Proben unterschiedlicher Testpersonen zu bündeln. Das Gurgelwasser mehrerer Testpersonen wird dabei vereint und anschließend als eine Probe in einem PCR-Testverfahren ausgewertet. Sollte sich durch einen Nachweis von viraler RNA ein Verdacht auf eine Infektion zeigen, müssen alle Testpersonen anschließend einzeln erneut getestet werden. Mithilfe solcher Pool-Tests können Kapazitäten geschont, Zeit eingespart und sogenannte Superspreader, also Personen mit hohen Viruslasten, innerhalb einer Gruppe identifiziert werden. Je nach PCR-Nachweissystem und darin verwendeter Sonden und Zielgene können sich die Methoden in ihrer analytischen Spezifität und Sensitivität unterscheiden [18]. Zu den Zielgenen zählen neben dem viralen Envelope (E) und dem RNA-dependent RNA-polymerase (RdRp)-Gen auch die N1/N2-Region des Nukleokapsids [19]. Es ist dabei zu beachten, dass die SARS-CoV- 2-Genomkopienzahlen in Proben aus dem oberen Respirationstrakt während des Infektionsverlaufs zum Teil erheblichen Schwankungen unterliegen. Im frühen Infektionsstadium nimmt die Erregerlast zunächst zu, erreicht dann einen Höchstwert um den Tag 4 nach Symptombeginn und nimmt danach wieder ab [3, 20, 21]. Da die PCR-Nachweismethode das Vorhandensein des viralen Genoms in ausreichenden Mengen voraussetzt, ist der Zeitpunkt der Probenentnahme für die Sensitivität des Nachweises von Bedeutung und sollte daher in der akuten Phase der Infektion erfolgen (Abbildung 1). 58

VIRUSNACHWEIS Diagnostik von SARS-CoV-2: Antigen Test In den letzten Monaten sind neben den PCR-Testverfahren mehrere kommerzielle Schnell testmethoden, sogenannte SARS-CoV-2-Rapid-Antigen-Tests, verfügbar geworden, welche virale Proteine aus respiratorischen Probenmaterialen nachweisen können. Der Nachweis geschieht über spezifische monoklonale Antikörper, die gegen das Nukleokapsid-(N-) Protein und/oder die S1-Domäne des Spike-Proteins auf der Oberfläche von SARS-CoV-2 gerichtet sind. Neben fluoreszenz- oder chemilumineszenzbasierten Testverfahren, für die ein Auslesegerät benötigt wird, sind vorrangig Lateral-Flow-Tests mit einer unmittelbaren visuellen Auswertung in Gebrauch [22]. Da Antigentests im Vergleich zu PCR-Tests kostengünstiger sind und das Testergebnis vor Ort schon nach etwa 15–30 Minuten bekannt ist, können Antigentests in der akuten Phase der Infektion eine sinnvolle Ergänzung zu den PCR-Tests darstellen, wenn eine erste Vorentscheidung über eine mögliche Infektion getroffen werden soll. Jedoch müssen positive Antigen-Testergebnisse anschließend immer durch einen PCR-Test überprüft werden. Die analytische Sensitivität der Antigentests variiert zudem stark in Abhängigkeit der Konzentration der Viruslast innerhalb der zu testenden Probe. So konnte eine Sensitivität zwischen 24,3 % und 50 % für PCR-positive Proben detektiert werden, die in Proben mit einer höheren Viruslast von mehr als 6 log10-RNA-Kopien/ml auf Spitzenwerte zwischen 81,8–100 % anstieg [23-25]. In der frühen Inkubationsphase oder ab der zweiten Woche nach Symptombeginn kann eine niedrige Viruslast bei infizierten Personen vorliegen, weshalb ein negatives Testergebnis eine Infektion mit SARS-CoV-2 in diesen Fällen nicht ausschließen kann. Um die Aussagekraft von Antigen-Schnelltests systematisch und medizinisch fundiert zu analysieren, laufen derzeit Vergleichsstudien, welche die Testergebnisse von Antigentests sowohl bei symptomatischen als auch bei asymptomatischen Personen mit den Testergebnissen von PCR-Tests gegenüberstellen. Das Ziel dieser Studien ist es, zu klären, inwiefern der Einsatz von Antigenschnelltests ein geeignetes Mittel zum Schutz der Mitmenschen und zur Bekämpfung der Pandemie ist. Es gilt dabei herauszufinden, ob die Schnelligkeit der Antigenschnelltests der Genauigkeit von PCR-Tests vorzuziehen ist. Antigentests können infektiöse Personen mit hohen Viruslasten relativ zuverlässig identifizieren, so dass sich positiv getestete Personen, im Gegensatz zu ungetesteten Personen, die das Virus möglicherweise unwissentlich weitergeben, frühzeitig in Quarantäne begeben und zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Diagnostik von SARS-CoV-2: Serologischer Nachweis Neben PCR und Antigentests ist es möglich, auf die Anwesenheit von Antikörpern zu testen. Die vom Körper gebildeten Antikörper richten sich gegen die viralen Strukturproteine S1- und/oder S2-Domäne des Spike-Proteins beziehungsweise gegen das Nukleocapsid-Protein (NCP) von SARS- CoV-2 [26]. Antikörper gegen das NCP werden nur nach einer Infektion und nicht nach einer Impfung gebildet. Antikörper gegen Spike-Protein werden hingegen sowohl nach einer Infektion als auch nach einer Impfung gebildet. Für den indirekten Virusnachweis mittels spezifischer Antikörper gegen SARS-CoV-2 stehen unterschiedliche CE-zertifizierte kommerzielle Testsysteme zur Verfügung: ELISA-basierte Verfahren, immunochromatografische Lateral-Flow- Kassettentests und Immunfluoreszenztests [26]. Dieser serologische Nachweis kann eine durchgemachte SARS-CoV-2 Infektion bestätigen und connexiplus 59

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