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Leseprobe CONNEXIPLUS 2021-1 COVID-19 und Impfstoffe

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Fachmagazin zu COVID-19

in Wet-Labs

in Wet-Labs ausgeleuchtet werden können. Denn hinter Datenmustern verbergen sich biochemische Zusammenhänge, so genannte computergenerierte Biomarker. connexiplus KI Abbildung 1: Faster Than Corona: Citizen Science, um aus der Krise zu kommen. Mit Daten dem Virus auf der Spur. Hypothesen sehen, die sich auf Literaturangaben stützen. Damit können neue Forschungsfelder ausgelotet werden, Brücken zwischen Fächern entstehen und neue Fragestellungen sich herausmendeln. Wir gehen davon aus, dass es zukünftig auch international agierende Fachärzte für datengetriebene Medizin geben wird, die sich genau diesen Fragestellungen als klinisch tätige Ärzte widmen werden. Unser Projekt Faster Than Corona (www.fasterthancorona.org) zielt genau in diese Richtung: Es gibt drei Wege aus der Pandemie: 1. Totale Kontrolle im Sinne von Lockdowns 2. Totales Vertrauen im Sinne einer wissenschaftlichen Lösung, wie einer Impfung 3. Totale Transparenz im Sinne einer umfänglichen Datensammlung zu COVID-19. Genau so funktioniert unser seit März 2020 online verfügbarer Aufruf zur altruistischen Datenspende als Open Data und Citizen Science Projekt. Unsere KI wertet die global anonym gespendeten Daten aus und sucht nach Korrelationen und Kausalitäten. Gibt es Risikoprofile, die einen Verlauf von COVID-19 vorhersagbar machen? Damit schaffen wir Möglichkeitsräume, die dann zielgerichtet In-silico-diagnostics und Gamification Etwas weiter in der Zukunft könnte der Einsatz von Gamification in Forschung und Wissenschaft liegen. Dabei geht es darum, dass KIs von unabhängigen Dritten trainiert werden. Diese Trainingszeit stellen freiwillige Spielteilnehmer zur Verfügung, und mit jeder Runde im Spiel hat der Algorithmus wieder etwas dazu gelernt. Gerade komplexe Systeme, wie das Immunsystem könnten in Spielwelten dargestellt werden, wobei zelluläre und humorale Bestandteile Objekteigenschaften bekommen, die eine KI aus der Literatur entnimmt. In der Interaktion mit diesen Bestandteilen und veränderten Umweltbedingungen reagieren diese Instanzen, und es wird spannend sein herauszufinden, ob sich komplexe Simulationen in silico und in vitro ähnlich reproduzieren lassen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist beispielsweise die Mars Challenge, in der Citizen Scientists weltweit gegen Aflatoxin- Moleküle spielerisch und digital gefaltet haben. (https://www.nature.com/articles/d42473-018- 00170-5). Terminierung und Logistik der Impfstrategie Das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen einer Pandemiebekämpfung durch Impfstrategien. Seit Januar ist mit nun verfügbaren Impfstoffen in Deutschland eine Impfkampagne angelaufen, in größeren Orten haben Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen und diverse Logistikszenarien funktionieren, je nach Wirkstofflagerungstemperatur und Art der Impfkampagne mehr oder weniger gut. Der Einsatz einer KI hat das Potenzial, solche logistischen Herausforderungen effizienter zu managen, was Terminierung, Verfügbarkeit von Impfstoff und 72

DIE BERECHENBARKEIT DES UNBERECHENBAREN Abbildung 2: Vaccitrain: Impflogistik unter KI-Anwendung und Einbindung der Blockchain-Technologie Impfendem und möglicherweise auch Schutz der Einrichtungen angeht. Eine KI könnte auch dabei behilflich sein, mathematische Modelle zu erstellen, in welchem Zeitraum und mit welchem Aufwand und durch wen 160 Millionen Impfdosen verabreicht und dokumentiert werden könnten. Wir sehen hier beispielsweise eine Verknüpfung der KI mit der Blockchain-Technologie. Durch sie wird eineindeutig nachweisbar, wann, wo, durch wen, mit welchem Impfstoff, mit welcher Charge etc. eine Person geimpft wurde. Das kann relevant werden, wenn bei Einreisen in bestimmte Länder eben der gelbe WHO Impfpass nicht mehr ausreicht, sondern ein digitaler Nachweis geführt werden muss. Unsere Berechnungen deuten auch darauf hin, dass Impfzentren in großen Städten nicht ausreichen werden, um eine genügend große Anzahl an Impfwilligen zu behandeln. Wir haben dazu das Konzept der Vaccitrain entwickelt: Umgebaute Bahnwaggons bieten Logistik an Impfstoffkapazitäten, Kühlvorrichtungen, Räumlichkeiten für Beobachtung von Impfnebenwirkungen etc. an und sind gleichzeitig mobil genug einsetzbar, um größere Bevölkerungsgruppen leichter zu erreichen. Über Nahtlosigkeit der Versorgung und Patientenzentrierung wurde in diesem Artikel bereits gesprochen. Datentreuhänder als Zwischenhändler Es ist durchaus denkbar, dass der bidirektionale Wert medizinischer Daten, also der Wert für Patienten, um früher und besser behandelt zu werden, also auch für Mediziner, um zielführender zu diagnostizieren und therapieren, bald auch anderweitig erkannt wird. Uns scheinen Labordienstleister dazu prädestiniert zu sein. Bei Ihnen könnten als Intermediär Daten aus patientennahen Medizingeräten auflaufen. Sie sind jedoch auch selbst in der Lage, Daten aus Auswertungen zu produzieren. So wie die Chirurgie früher ein Querschnittsfach war und nun die Pathologie am ehesten den Menschen in toto sieht, da dort Befunde aus allen Fachbereichen zusammenkommen, kann die Labordiagnostik oder ein Proxy derselben in diese neue Rolle kommen. Das wird wahrscheinlich kein Geschäftsmodell sein, das dem Patienten direkt angeboten werden wird, sondern es wird über Apotheken, Versicherer und andere abgewickelt werden. So etwas kann aber nur funktionieren auf der Basis einer Datenaggregation, die KI gestützt ist. Detektion von Augenerkrankungen Künstliche Intelligenz zur Erkennung von Augenerkrankungen steht kurz vor der Prime Time. Es gibt bereits eine Anzahl von Ansätzen, Veränderungen der Retina fotografisch zu detektieren und per Bilderkennung auswerten zu lassen. Es ist davon auszugehen, dass Diagnostik dieser Art in den nächsten Jahren zu einer Commodity wird und nicht mehr nur den Fachärzten vorbehalten bleibt. Disclaimer: Wir haben uns beim Verfassen des Textes bei geschlechtsabhängigen Formulierungen wegen der Lesbarkeit des Textes einheitlich für die männliche Version entschieden. Selbstverständlich diskriminieren wir nicht zwischen Geschlechtern, sexueller Orientierung oder persönlicher Identität. Sollten Sie eigene Ideen haben zum Einsatz von künstlicher Intelligenz, kontaktieren Sie uns sehr gern per E-Mail. Wir werden Ihren Vorschlag dann entsprechend berücksichtigen. tobias.gantner@healthcarefuturists.com connexiplus KI 73

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